Aleeshas "Regeln"
Als ich in der Klinik war, habe ich mit dem Therapeuten gemeinsam angefangen,
Regeln aufzustellen, nach denen ich künftig leben würde - oder das zumindest
probieren wollte.
Bei einigen dieser Regeln fiel mir das leicht - aber bei einigen muss ich auch
heute noch immer wieder an mir arbeiten, um alte Verhaltensweisen, von denen ich
weiß, dass ich sie nicht mehr brauche, abzulegen.
Hier sind meine Regeln:
- Ich habe die Wahl, glücklich oder unglücklich zu sein.
Leben heisst mehr als Überleben!
- Ich habe das Recht, zu allem NEIN zu sagen, wenn ich mich zu einer Sache
nicht bereit fühle oder unsicher bin.
Ich muß dieses Nein nicht begründen.
- Mein Leben sollte nicht von Furcht bestimmt sein. Ich darf alle meine
Gefühle wahrnehmen.
- Ich bin sehr wahrscheinlich nicht schuldig, auch wenn ich mich so fühle.
- Ich habe das Recht, Fehler zu machen und die Folgen zu tragen.
- Ich brauche nicht zu lächeln, wenn ich eigentlich weine.
- Ich darf ein Gespräch oder eine Begegnung beenden, wenn Menschen mich
kleinmachen oder verletzen.
- Ich darf gesünder sein als die Menschen in meiner Umgebung.
- Es ist in Ordnung, wenn ich mich entspanne, fröhlich bin und Freude habe.
- Ich habe das Recht, mich zu verändern und zu wachsen.
- Es ist wichtig für mich, meine Grenzlinien abzustecken und auf mich zu achten.
- Ich darf auf jemanden ärgerlich sein, den ich liebe.
- Ich muß auf mich achten – und zwar unabhängig von den jeweiligen Umständen.
- Ich habe das Recht, meine Gefühle, mein Verhalten und meine Gedanken selbst
zu beurteilen
und brauche mich dafür weder zu entschuldigen noch zu rechtfertigen.
- Ich habe das Recht, meine eigenen Wünsche und Bedürfnisse ebenso ernst zu
nehmen wie die der anderen Menschen.
- Ich habe das Recht, anderen eine Bitte abzuschlagen, ohne mich schuldig zu
fühlen und für egoistisch zu halten.
- Ich habe das Recht, meine Meinung zu ändern.
- Ich habe das Recht, selber zu beurteilen, ob ich für die Lösung der Probleme
anderer Menschen mitverantwortlich bin.
- Ich habe das Recht, Fragen nicht zu beantworten.
- Ich habe das Recht, zu sagen: "Ich verstehe nicht."
- Ich habe das Recht, zu sagen "Ich weiß nicht", wenn andere fragen: "Was wäre,
wenn alle so dächten wie Du?"
- Ich brauche nicht perfekt zu sein, um perfekt glücklich zu sein.
- Ich brauche nicht perfekt zu sein. Niemand ist es. Punkt.
Was mir zusteht, sind auch die Rechte der Anderen!