Der Antrag
Aleesha sitzt krank auf dem Sofa. Fred daneben - er arbeitet diese Woche in Spätschicht. Es ist etwa 11 Uhr morgens und Aleesha langweilt sich furchtbar. Die Glotze läuft und sie zappt sich so durch die wahnsinnig aufregenden Vormittagsprogramme. Irgendwo auf einem dritten Programm läuft ein Bericht über Kreuzfahrten vor Grönland. Geile Landschaften, riesige Eisberge, Wale,... Aleesha guckt nun interessiert zu. "Hömma...sollen wir sowas nicht auch mal machen? So nen Urlaub im Eis? Aufm Schiff?" Spontane Frage von Aleesha, die ja immer auf die beklopptesten Ideen kommt. Frederick teilt mit, dass er sich das durchaus vorstellen kann, aber Grönland sei dann doch etwas zu kalt. Aleesha beschließt, sich später mal schlauzulesen - dafür hat man schließlich das Netz.Am nächsten Tag...
Aleesha hat Preise für derartige Reisen herausgesucht und dreimal trocken
geschluckt - nun gilt es, den Herrn Finanzminister (Frederick) von der unbedingten Notwendigkeit
einer solchen Investition zu überzeugen. Gesagt, getan.
Die beiden einigen sich auf eine abweichende Reiseroute und Aleesha geht wieder
nach Preisen suchen. Norwegen soll dabei sein, das reizt den alten Mann - und
Spitzbergen für das Eis. Oder doch lieber Grönland? Alternativen gibt es genug
und einige Schiffe, die eine solche Strecke im Programm haben.
In einem Anfall chronischer Idiotie sagt Aleesha in einem Nebensatz und vollkommen
ungeplant, dass eine derart teure Luxusreise schon etwas Besonderes und Einmaliges
seie und von daher könnten das ja auch Flitterwochen sein. (Anmerkung: Ich schwöre,
das war nicht geplant und hatte nix mit lange Nachdenken zu tun!!!)
Und weil der Frederick bisher keinerlei Motivation erkennen ließ, sich zu einem
Antrag herabzulassen und auch sonst eigentlich gar nicht heiraten wollte, rechnet
Aleesha natürlich mit einem "Och nöööö...".
Und was tut der gemeine Kerl? Ihr habt es erfasst...er sagt einfach kurz und
bündig: "Ja!". Aleesha fällt fast vom Sofa und fragt sicherheitshalber nochmal
nach: "Heisst das, wir heiraten???" "Müssen wir ja wohl..." kommt es gewohnt
trocken aus dem Munde des so Angesprochenen. Die Verblüffung auf weiblicher
Seite hielt noch einige Stunden an.